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Türkei-Reise 2015

Reisebericht- Von Istanbul bis Izmir, auf den Spuren des Apostels Paulus und der Frühen Kirche

Vom 16.3.-23.3.2015 begaben sich auch in diesem Jahr 24 Menschen, meist Mitglieder unserer Kirchgemeinde, unter der Leitung von Pfarrer Volker Sparre, auf eine Pilgerreise in die Türkei. Ein Bus brachte uns am Montag früh zum Flughafen nach Berlin-Schönefeld. Dort startete das Flugzeug der Fluglinie Pegasus mit uns nach Istanbul.

Hier landeten wir am späten Nachmittag. In Istanbul leben zur Zeit ca. 20 Mill. Einwohner. Da die Stadt 20 Universitäten hat,sind hier meist junge Leute, die Älteren findet man eher in der Altstadt von Istanbul. Ein Bus brachte uns zum Hotel, wo wir nach dem Abendbrot eine Abendandacht hielten. Diese endete nach Gebet und Gesang mit Luthers Abendsegen.
Am 17.3. gab es zunächst Frühstück, danach wie immer eine Morgenandacht, welche Pfarrer V.Sparre hielt, mit Tageslosung, Gedanken, Lehrtext, Lied, Gebet, Vaterunser, Segen.

Danach ging es los mit dem Bus und Reiseführer Ali. Istanbul gehört nach Rom und Jerusalem zu den ältesten Metropolen der Welt Die Stadt am Bosporus wurde angeblich auf sieben Hügeln erbaut. Erste Siedlungsspuren reichen bis in die späte Jungsteinzeit ( 6.Jh.v.Chr.) zurück. Die archäologische. Forschung ergab, dass sich ein Teil der thrakischen u. phrygischen Stämme, die vom Balkan her kamen, hier niedergelassen hatten. Bei diesen Arbeiten stieß man auf Überreste der Megarer, die als erste Bewohner von Istanbul angesehen werden.

Einer Sage zufolge wurde die Stadt von König Byzas gegründet, dem Sohn des thrakischen Halbgottes Semistros und Ziehsohn des thrakischen Halbgottes Buzic. Damals herrschte Hungersnot in Mittelgriechenland. König Byzas erzählte dem Orakel im Apollontempel von Delphi von dieser Ausweglosigkeit. Da riet ihm das Orakel, sich gegenüber dem“ Land der Blinden „ niederzulassen und dort eine Stadt zu gründen. Um das Jahr 660 v.Chr. wurde am Bosporus eine erste Kolonie gegründet.

Griechisch Byzantion-Byzanz

Als nun Konstantin der Große nach einer neuen Residenz im Osten suchte, fiel seine Wahl darauf. Zu seinen Ehren wurde die Stadt 330 n.Chr. in Konstantinopel umbenannt. Im 4. Jh. machte er diese zum Mittelpunkt des Oströmischen Reiches. 1453 wurde Konstantinopel von den Osmanen erobert. Offiziell heißt die Stadt Istanbul erst seit dem 28.3.1930 so. Atatürk hat zu dieser Zeit die Republik ausgerufen. So hat die Stadt am Bosporus drei Namen. Istanbul, die größte Stadt der Türkei und des Marmaragebietes, verbindet Europa mit Asien, besitzt die Funktion einer Brücke zwischen Orient und Okzident. Sie wird vom Bosporus in zwei Hälften geteilt.

An diesem 1. Tag  nun besuchten wir  die Chora Kirche mit den Mosaiken byzantinischer Kunst und Hagia Sophia, die Kirche der göttlichen Weisheit, mit ihrer über 55 Meter hohen Kuppel und den prächtigen Mosaiken und Fresken christlicher Kunst. Sie ist die viertgrößte Kirche der Welt, stammt aus dem Jahre 537, nach der osmanischen Eroberung wurde sie Hauptmoschee der Osmanen und ist heute Museum.

Wir besichtigten die Blaue Moschee, auch Sultan-Ahmet-Moschee genannt, mit sechs Minaretten einzigartig auf der Welt, ein imposantes Werk islamischer Architektur, mit Fayencefliesen, goldenen Koranschriftbändern, 260 bunt verglasten Fenstern und Kacheln aus der Stadt Nicea. Danach ging es zurück ins Hotel. Der Tag endete mit Abendbrot, Abendandacht.

Am 18.3. früh, nach der Morgenandacht, fuhren wir mit dem Bus zum Topkapi-Museum, welches von Sultan Mehmet dem Zweiten erbaut wurde. Hier haben die osmanischen Sultane gewohnt u. gleichzeitig den Staat regiert. Bis zum 19. Jh. wurde dieser Palast als Residenz der osmanischen Sultane und deren Hof genutzt. Anfang 1850 sind die Sultane umgezogen. Trotzdem wurden hier der königliche Schatz, die heiligen Relikte des Propheten und die Archive des Reiches weiter aufbewahrt. Es ist ein Komplex mit vielen Räumen, Parkanlagen, Höfen, Audienzsaal, Harem, Waffenkammer. Er beherbergt unschätzbare Sammlungen von Porzellan, Kronjuwelen, Handschriften, Portraits, Gewändern, Waffen sowie Reliquien des Propheten Mohammed.

Nach einer Mittagspause brachen wir auf zu einer Fahrt mit dem Schiff auf dem Bosporus bei herrlichem Sonnenschein, vorbei an Schlössern, Palästen und Sommervillen. Auf dem Rückweg zum Hotel schlenderten wir durch einen idyllischen Gewürzmarkt.
Am 19.3. ging es sehr früh mit dem Bus entlang der Marmaraküste in westliche Richtung nach Gallipolu. Hier, unterhalb der Meerenge der Dardanellen, setzten wir mit einer Fähre über auf die asiatische Seite. Nach einer Mittagspause ging unsere Fahrt nach Troja, berühmt durch die archäologischen Ausgrabungen von H.Schliemann. Nach Besichtigung des Ausgrabungsgeländes fuhren wir ca. 500 km weiter bis Ayvalik.

Am 20.3. dann der Aufbruch nach Pergamon, der Offenbarung des Johannes, eine der größten Städte des Altertums. Hier war die Heil- u. Kultstätte des Asklepion, u.a. wurde hier das Pergament hergestellt. Das erste Buch der Welt stammt von hier. Danach folgten Besuche der Akropolis von Pergamon, des Zeusaltars und der Ruinen des Athena-Tempels. Mit der Seilbahn fuhren wir zu den Ausgrabungen auf der Akropolis und zum Trajahn-Tempel. Unsere Mittagspause machten wir in Bergama. Weiter ging es nach Izmir, einer der 7 Städte der Apokalypse. Hier hatten wir eine Begegnung und gemeinsamen Gottesdienst mit einer evangelischen Gemeinde, die wurde vor 25 Jahren gegründet wurde. Die Fahrt ging anschließend weiter zu unserer letzten Station nach Kusadasi, inzwischen eine Großstadt, wo die letzten 3 Übernachtungen geplant waren.

21.3.: Aufbruch nach Ephesos. Androklos gründete diese ionische Stadt. Die erste Kenntnisnahme von Ephesos stammt aus dem 7.Jh.v.Chr. Hier besichtigten wir u.a. den Tempel des Hadrian, das Freudenhaus, die Celsus-Bibliothek, das Gymnasion sowie dasTheater, in dem Paulus seine Rede hielt. Weiter ging es zur Marienkirche, wo 431 das 3. ökumenische Konzil stattfand und die Stätte, wo einst der als Weltwunder gefeierte Artemis- Tempel stand. Nach einer Mittagspause besuchten wir die Kirche des Heiligen Johannes, der nachdem er aus Jerusalem vertrieben worden war, mit Maria nach Ephesos gelangte. Nach der Ermordung von Paulus setzte er die Bibelaufzeichnungen fort und stirbt auch hier. Danach schloss sich der Besuch eines Bergdorfes mit Weinverkostung an.

22.3.: Abfahrt nach Priene, Miletos, Didyma- den wichtigsten Städten Ioniens im Altertum. Diese Städte haben durch die fruchtbare Erde, das milde Klima und die leicht zu beschützenden Häfen eine sehr starke Entwicklung gezeigt. Wir machten einen Rundgang in der antiken Stadtanlage mit Besichtigung des Theaters, der Reste des Athene- Tempels und der Faustina- Thermen. Hierher bestellte der Apostel Paulus die Ältesten der Gemeinde von Ephesos und hielt seine Abschiedsrede vor seiner Gefangennahme. Dann besichtigten wir Didyma mit dem Apollo-Tempel und Orakelheiligtum des Apollon. Insgesamt haben wir nun auf unserer Reise ca. 1500 km zurückgelegt.

23.3.: Früh um 5 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Izmir zum Flughafen. Von hier ging der Flug nach Istanbul  und nach einer Zwischenlandung weiter nach Berlin- Schönefeld, wo uns ein Bus wieder nach Pritzwalk brachte. Alle waren sehr begeistert von dieser Pilgerreise, auch wenn einige Teilnehmer sich erkältet hatten- wobei sich Letzteres gibt- die wunderbaren Erlebnisse u. Eindrücke aber bleiben werden.

Irmhild Krüger

Für Ihre Wünsche und Anregungen: Kontakt: webmaster@nikolai-pritzwalk.de oder postalisch: Maxim Burtsev, Grünstrasse 26, 16928 Pritzwalk
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